Qigong
Die Möglichkeiten die Gesundheit zu pflegen und gesund alt zu werden wurden in China von Alters her erforscht und gepflegt. Die Techniken des Qigong gehören zu den ältesten und heute noch populären Methoden den Alterungsprozess zu verzögern. Im Qigong geht es darum den Atem zu regulieren, den Körper zu dehnen, um den freien Fluss des Qi (der vitalen Energie) in den Leitbahnen (Meridianen) zu gewährleisten und den Geist zu beruhigen. Den Geist zu beruhigen heißt, nicht an die „10000 Dinge“ zu denken sondern sich auf das „Eine“ zu besinnen.
Das erste Ziel des Qigong Unterrichts ist das Erreichen innerer Ruhe durch langsame äußere Bewegungen. Dann kommen die Wahrnehmung des Qi, der vitalen Kraft und das Bewahren des Qi hinzu. Im weiterführenden Qigong Unterricht geht es um den Umgang mit dem Qi zur eigenen gesund Erhaltung und um den Einsatz von Qi zur Bereicherung der Therapie.
Die Methoden des Qigong sind sehr vielfältig und reichen von der Meditation über ruhige Übungen im Sitzen und Stehen bis hin zu bewegten Formen. Der Übergang zum Taiji (Schattenboxen) ist fließend.
Eingesetzt wird das Qigong im präventiven wie im therapeutischen Bereich. Auch hier sind die Übergänge fließend. Geeignet ist Qigong für alle Altersgruppen und unabhängig von Konstitution und Kondition zu praktizieren.
In einer Übungsübersetzung heißt es:
„Warte nicht bis dein Lächeln aus zahnlosem Munde kommt, sondern
raffe Dich rasch auf
zu konsequentem Üben“
Einsatzgebiete für Qigong
Die Methoden des Qigong erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit.
Sportler entdecken, dass ihre Leistungen optimiert werden können. Künstler erfahren eine vertiefte Inspiration. Menschen im Alltagsstress erkennen die wohltuende Wirkung der ruhigen Übungen. „Unsportliche“ Menschen finden einen Zugang zu ihrem Körper. Ärzte entdecken den Erfahrungsschatz der Traditionellen Chinesischen Medizin und bemühen sich um einen Konsens mit ihrem westlichen Wissen. Die Wirkung der Akupunktur wird durch Qigong verstärkt. Lehrer berichten, daß durch den Einsatz von fünf Minuten Qigong im Unterricht die Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft der Kinder steigt. Auch in vielen Klöstern finden die ruhigen Übungen großen Anklang.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß man zu Beginn des Qigong Weges einen Lehrer braucht. Das alleinige Lernen aus Büchern und von Videos kann den Lehrer nicht ersetzen. Die Formen müssen zunächst richtig erlernt und korrigiert werden um Mißempfindungen und Fehlentwicklungen vorzubeugen